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Medikamentöse Therapie

Osteoporose-Medikamente zum Schutz vor Brüchen

Moderne Osteoporose-Medikamente hemmen den Knochenabbau oder fördern den Knochenaufbau – und senken so das Risiko für Knochenbrüche. Welche Therapie passt, hängt von Ihrem persönlichen Risiko ab.

Gezielt behandeln

Wann Medikamente sinnvoll sind

Es gibt verschiedene Osteoporose-Medikamente, die den Knochenabbau hemmen und/oder den Knochenaufbau fördern. Ratsam ist eine Therapie, wenn eine entsprechende Diagnose gestellt wurde – Anhaltspunkte sind eine stark verringerte Knochendichte, bereits vorhandene Knochenbrüche oder eine Vielzahl von Risikofaktoren.

Welche Medikamente infrage kommen, hängt neben dem Stadium der Erkrankung auch von Ihren individuellen Lebensumständen und Präferenzen ab.

Medikamente bei Osteoporose
2 WirkprinzipienKnochenabbau hemmen oder Knochenaufbau fördern.
Wissenswertes

Medikamente im Überblick

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Basistherapie: Kalzium und Vitamin D

Unter Basistherapie versteht man die ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D. Sie ist ein wichtiger Begleiter jeder medikamentösen Behandlung. Empfohlen werden etwa 1.000 Milligramm Kalzium und 800 bis 1.000 IE Vitamin D pro Tag.

Kann der Bedarf nicht über Ernährung und Sonnenlicht gedeckt werden, ist eine Ergänzung durch Präparate möglich und teilweise notwendig. Die Kosten werden unter Umständen von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

02

Antiresorptive Wirkstoffe – Knochenabbau hemmen

Diese Medikamente bremsen die Aktivität der knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten). Dazu gehören:

  • Bisphosphonate – als Tablette, Spritze oder Infusion
  • Denosumab – als Spritze alle sechs Monate
  • Selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren (z. B. Raloxifen) für Frauen nach den Wechseljahren
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Osteoanabole Wirkstoffe – Knochenaufbau fördern

Bei sehr hohem Bruchrisiko können Wirkstoffe eingesetzt werden, die aktiv neue Knochensubstanz aufbauen – etwa Teriparatid oder Romosozumab. Sie werden für einen begrenzten Zeitraum gegeben und anschließend meist durch eine knochenabbauhemmende Therapie fortgeführt.

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Welche Therapie passt zu mir?

Die Wahl des Medikaments richtet sich nach Ihrem individuellen Bruchrisiko, Ihren Vorerkrankungen, Ihrer Nierenfunktion und Ihren Wünschen – zum Beispiel, ob Sie lieber eine Tablette oder eine Spritze in größeren Abständen erhalten möchten. Regelmäßige Kontrollen sichern den Therapieerfolg.

Auf einen Blick

Erfolgreich behandeln

Medikamente wirken nur, wenn sie regelmäßig und richtig angewendet werden.

  • Basistherapie mit Kalzium und Vitamin D
  • Medikament passend zum persönlichen Risiko
  • Einnahmehinweise genau beachten
  • Therapie nie eigenständig absetzen
  • Regelmäßige Verlaufskontrollen
  • Bewegung und Sturzprävention ergänzen
Häufige Fragen

Fragen zu Osteoporose-Medikamenten

Wann ist eine medikamentöse Therapie sinnvoll?

Wenn eine Osteoporose diagnostiziert wurde – etwa bei stark verringerter Knochendichte, bereits vorhandenen Knochenbrüchen oder mehreren Risikofaktoren. Die Entscheidung treffen wir gemeinsam mit Ihnen.

Was ist der Unterschied zwischen antiresorptiv und osteoanabol?

Antiresorptive Medikamente hemmen den Knochenabbau, osteoanabole Medikamente fördern den Knochenaufbau.

Darf ich Osteoporose-Medikamente einfach absetzen?

Nein. Manche Medikamente – zum Beispiel Denosumab – erfordern nach dem Absetzen eine Anschlussbehandlung. Ändern Sie Ihre Therapie immer nur nach ärztlicher Rücksprache.

Medicus MVZ Berlin · Fennstr. 3

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